Handballzubehör: Ausrüstung für Verein und Spieler
Handball ist im Vergleich zu vielen Hallensportarten günstig ausgerüstet. Für Spielerinnen und Spieler beschränkt sich die eigene Anschaffung im Wesentlichen auf Schuhe; alles Weitere stellt der Verein. Auf Vereinsseite sieht die Liste länger aus – Bälle in mehreren Größen, Tore, Netze, Trikotsätze, Leibchen, Erste-Hilfe-Ausstattung.
Was Spieler selbst brauchen
Hallenschuhe mit heller, nicht abfärbender Sohle sind Pflicht und die einzige Anschaffung, bei der sich Qualität sofort bemerkbar macht: Handball besteht aus abruptem Abstoppen und seitlichen Bewegungen, und dafür ist ein Laufschuh die falsche Wahl. Dazu Sportkleidung, etwas zu trinken und bei Bedarf Knieschützer. Ein eigener Ball ist für das Training nicht nötig.
Was der Verein anschafft
Bälle werden nach Altersklasse in drei Größen gebraucht, dazu weichere Bälle für die jüngsten Gruppen. Tore und Netze gehören meist zur Halle und werden vom Betreiber gestellt; wo das nicht so ist, ist es der größte Einzelposten. Trikotsätze werden häufig über Sponsoren finanziert – ein Satz hält bei ordentlicher Pflege mehrere Jahre.
Gebraucht kaufen und gemeinsam bestellen
Bälle und Tore werden neu gekauft, fast alles andere lässt sich gebraucht beschaffen. Vereine, die eine Altersklasse abmelden, geben Trikotsätze regelmäßig weiter, und über die Bezirks- und Kreisebene des Landesverbands finden sich Abnehmer wie Anbieter meist im Umkreis von wenigen Kilometern.
Der zweite Hebel ist die Sammelbestellung. Mehrere Vereine, die zusammen ordern, erreichen Staffelpreise, die ein einzelner Verein nicht bekommt – bei Bällen macht das je nach Menge einen spürbaren Unterschied. Organisiert wird das in der Praxis über den Kreis oder über eine Spielgemeinschaft, die ohnehin gemeinsam plant.
Hallenausstattung und was die Kommune stellt
Tore, Netze, Prallschutz und die Zeitmessanlage gehören in kommunalen Sporthallen zur Ausstattung und werden vom Betreiber unterhalten. Vereine, die in einer eigenen oder angemieteten Halle spielen, tragen diese Posten selbst – ein Torpaar liegt je nach Ausführung im niedrigen vierstelligen Bereich und ist damit die größte Einzelanschaffung überhaupt.
Dazwischen liegt der häufigste Streitpunkt: Harzspender, Reinigungsmittel und die Frage, wer die Rückstände beseitigt. Viele Hallenbetreiber untersagen Harz vollständig oder erlauben nur wasserlösliche Produkte, weil klassisches Harz Böden, Wände und Bandenpolster angreift. Was gilt, steht in der Hallenordnung und nicht im Regelwerk.
Worauf beim Kauf zu achten ist
Für den Spielbetrieb im Verband müssen Bälle den Vorgaben der Regelfassung entsprechen; im Training ist das nachrangig. Sinnvoller als die Marke ist die Frage, ob nachbestellt werden kann: Ein Trikotsatz, den es in zwei Jahren nicht mehr gibt, lässt sich bei Zuwachs nicht ergänzen. Aus demselben Grund lohnt es sich, bei Sätzen ein bis zwei Trikots mehr zu bestellen, als die Mannschaft groß ist.
Häufige Fragen
Welche Ballgröße gilt in welcher Altersklasse?
Größe 3 für Männer und männliche A-Jugend, Größe 2 für Frauen und weibliche Jugend ab der B-Jugend sowie männliche B- und C-Jugend, Größe 1 für die jüngeren Altersklassen. Für die Minis gibt es zusätzlich weichere Schaumstoffbälle.
Was kostet die Grundausstattung für einen Einsteiger?
Hallenschuhe sind der einzige echte Posten – 50 bis 120 Euro. Trikots stellt der Verein, ein Ball wird zum Training nicht gebraucht. Für den Anfang genügen Sportkleidung und Schuhe mit heller Sohle.
Wer bezahlt die Trikots?
In aller Regel der Verein, häufig über einen Sponsor gegenfinanziert. Spieler zahlen selten mehr als eine Kaution oder einen Anteil; ein Trikotsatz bleibt Eigentum des Vereins und wird über mehrere Jahre genutzt.
Braucht man Harz?
Im Erwachsenenbereich ist Harz verbreitet, im Kinder- und Jugendbereich meist nicht erlaubt. Viele Hallenbetreiber verbieten es ganz, weil es Böden und Wände angreift – was in der eigenen Halle gilt, sagt der Verein.